reflections

Neue Wege?

Ostern ist vorbei, ich habe versucht Sonntag von meiner "alten" Heimat Abschied zu nehmen. Leider ging es nicht so, wie ich es vor hatte, weil meine Eltern andere Pläne hatten.

Einige Orte wollte ich besuchen, aber ich kam nur zu einem. Zum Grab meiner Oma. Kaum betrat ich den Friedhof wurde mir eiskalt, ich zitterte und fragte mich, warum ich gerade jetzt wieder anfange, die Gegenwart von "Geistern" zu spüren. Sie waren da, auch meine Oma war da, ich konnte es spüren. Meine Tochter spürte eine Hand auf ihrer Schulter.....das nahm mich sehr mit.

Ja, viele denken, das gibt es nicht, habe ich auch, denn ich habe es verdrängt, aber ich weiß, dass ich sie spüren kann. 

Anschließend fuhren wir noch zum Friedhof, auf dem meine Uroma beerdigt ist. Wieder Kälte, aber es war noch kälter als vorher. Es war eine andere Kälte, sie war hmmmmm böse. Ich war froh, als wir von dort fort waren. 

Meine Gedanken konnte ich nicht ordnen, die Gefühle nicht sortieren und richtig wahrnehmen, weil meine Eltern es nicht zuließen. Sie wollten einen schönen Tag mit uns verleben und spürten diese Kälte und die Gegenwart der Toten nicht.  Für sie ist es nur ein Ort, wo die sterblichen Reste beerdigt werden.

 

Bei meinen Eltern kam natürlich das Gespräch auf den geplanten Umzug. Sie versuchten mir einzureden, dass es alles zu schnell geht. Ich noch warten solle, bis zu den Sommerferien, aber ich fange meinen Job Ende Mai an, da kann ich nicht mehr warten und will es auch nicht.

 

Das Thema ist der Horror, gerade wenn ich damit mit meiner Mutter reden muss. Sie will es nicht akzeptieren, dass ich hier weg gehe. Aber ich will gehen. Hier hält mich nichts, ausser Erinnerungen, die mir aber nicht weiterhelfen.

 

Ich möchte zu einem anderen Leben aufbrechen. Einem, in dem ich ICH sein kann und mich wohl fühle. Alles hinter mir lassen, was mich einengt, was mich zu Jemandem machen wollte, der ich nicht bin.

Nein, ich will nicht immer stark sein und alles selbst entscheiden müssen. Ich möchte auch mal geführt werden, mich fallen lassen, wissen, es gibt jemanden, der mich mit starker Hand führt. Jemand, dem ich voll und ganz vertraue, nie zweifeln muss und bei ihm sein kann, wie ich nun mal bin. Nicht um Anerkennung kämpfen muss, mich verstellen muss, sondern so akzeptiert werde, wie mein Wesen ist.

 

Jahre, nein Jahrzehnte habe ich immer versucht es allen recht zu machen. Immer wenn ich dachte ich habe es geschafft, kam genau das Gegenteil.

In dem einen Moment: Wehr dich....habe ich es getan kam : Entschuldige dich, geh den unteren Weg......es gab keine klare Linie. Ging ich den unteren Weg hieß es: Wehr dich.....was denn nun? 

 

Wie sollte ich denn sein? All die Jahre habe ich es unterdrückt, so zu sein, wie ich bin. Es ging immer nur darum, es anderen recht zu machen, nur kam nie was zurück, ausser Aussagen wie: Das hättest du auch noch machen können.

 

Was daraus wurde? Ein unsicherer Mensch, der wusste, es wird nie reichen um die Anderen zufrieden zu stellen.

 

Dieser unsichere Mensch, also ich, hat jetzt für sich einen Weg gewählt, der anderen nicht passt. Aber ich gebe diesen Weg nicht auf, ich gehe ihn, egal was kommt. Es ist nicht leicht, aber ich kämpfe um diesen Weg, denn ich habe ein Ziel, das erreiche ich auch.

 

Manchmal habe ich ans Aufgeben gedacht, weil es ja soviel einfacher wäre. Aber ich gebe nicht auf. Ich kämpfe, wieder und wieder. Mein Ziel, mein Weg und alle Steine und Felsbrocken auf meinem Weg räume ich weg oder gehe um sie herum,weil ich mich nicht mehr aufhalten lassen werde.

 

Ich habe einen Job, ich werde eine Wohnung bekommen und ich werde auch meinen Umzug alleine schaffen!!!! Von niemandem lasse ich mich mehr aufhalten!!!!!!!! Ich stehe zu meinem Wort, etwas was viele nicht tun, aber ich weiß was es heißt, jemandem sein Wort zu geben.

 

In diesem Sinne: Auf in den Kampf, es ist meiner und ich gebe nicht auf, bevor ich ihn gewonnen habe!!!

22.4.14 01:01

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